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Eigentlich beginnt FRIEDENWEAR mit einer ziemlich einfachen Frage:

Warum ist Frieden ausgerechnet das, was wir alle wollen – und gleichzeitig etwas, das in unserer Gesellschaft so wenig sichtbar ist?

Wir bringen Kindern bei, zu teilen, einander zuzuhören und Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Wir sagen: Gewalt ist keine Lösung.

Und dann werden wir größer und erleben eine Welt voller Widersprüche.

Eine Welt, in der wir permanent miteinander verbunden sind und uns gleichzeitig immer weniger zuzuhören scheinen. Eine Welt, in der jeden Tag so viele Nachrichten, Krisen, Meinungen und Bilder auf uns einprasseln, dass es kaum noch möglich scheint, überhaupt zu verstehen, was gerade passiert. Eine Welt, in der wir zu allem eine Meinung haben und Antworten liefern sollen, obwohl wir oft selbst noch nach den richtigen Fragen suchen.

Und eine Welt, in der aus ‚Nie wieder Krieg‘ plötzlich ‚Krieg ist möglich‘ geworden ist.

Ich habe nicht auf all das eine Antwort.

Ich bin keine Politikwissenschaftlerin, keine Historikerin und keine Militärexpertin. Ich kann keinen geopolitischen Konflikt lösen und ich möchte auch niemandem erklären, was er denken, wählen oder glauben soll.

Aber ich glaube, dass ich deshalb trotzdem eine Entscheidung treffen darf.

Ich will Frieden.

Ich möchte keinen Menschen hassen, nur weil mir jemand sagt, dass er mein Feind ist. Ich möchte mich nicht für Gewalt instrumentalisieren lassen. Und ich möchte mich nicht permanent dafür rechtfertigen müssen, dass ich eine friedliche Haltung für richtig halte.

Frieden. Punkt.

Frieden sollte eigentlich keine radikale Haltung sein. Aber vielleicht ist es genau das, was es heute braucht: radikal friedlich.

Denn Frieden hat ein merkwürdiges Image bekommen.

Krieg, Militär und Gewalt können stark, modern, technologisch, rebellisch und sogar cool inszeniert werden. Frieden dagegen? Taube. Peace-Zeichen. Hippie. Pastell. Ein bisschen Wischiwaschi.

Dabei ist Frieden nicht schwach.

Es braucht verdammt viel Stärke, nicht jeden Kampf mitzukämpfen. Es braucht Selbstbewusstsein, sich kein Feindbild überstülpen zu lassen. Es braucht Mut, Fragen zu stellen, wenn alle anderen schon Antworten haben. Und es braucht Haltung, in einer lauten Welt nicht selbst zum nächsten Schreihals zu werden.

Genau deshalb gibt es FRIEDENWEAR.

Ich möchte Frieden aus seinen alten Klischees holen und ihm eine neue kulturelle Sprache geben.

Jung. Klar. Modern. Lässig. Sexy. Unübersehbar.

Radikal friedlich.

Und dafür ist Kleidung für mich nicht einfach nur Kleidung.

Wir verbringen immer mehr Zeit in digitalen Räumen. Wir kommentieren, liken, diskutieren, streiten und urteilen in digitalen Räumen, während der echte Mensch dahinter immer weiter in den Hintergrund rückt. Wir reagieren auf Bilder, von denen wir teilweise nicht einmal mehr wissen, ob sie echt sind.

Aber draußen begegnen wir uns noch immer als Menschen.

Und ich glaube, ein echter Mensch, der mir auf der Straße in einem FRIEDENWEAR Shirt entgegenkommt, kann etwas anderes auslösen als tausend Likes unter einem Friedenspost.

Für einen kurzen Moment kann ich sehen:

Ah. Du auch.

Wir sind viele, die einfach friedlich miteinander leben wollen. Es wird Zeit, dass man uns auch sieht.

Vielleicht sind wir nur nicht die Lautesten.

FRIEDENWEAR will keine neue Ideologie schaffen. Es will eine Haltung sichtbar machen.

Wenn du FRIEDENWEAR trägst, unterschreibst du nichts.

Du trittst keiner Partei bei. Keiner Religion. Keiner Organisation. Du musst nicht meine Meinung teilen und du musst mich nicht einmal gut finden.

Du bleibst frei.

Was Frieden für dich bedeutet, wo deine persönlichen Grenzen liegen und wie du diesen Wert in deinem eigenen Leben verwirklichst, musst du selbst herausfinden.

Vielleicht beginnt Frieden schließlich nicht erst irgendwo zwischen Staaten.

Vielleicht beginnt er viel früher.

In einer Familie. In einer Schulklasse. In einer Beziehung. In der Art, wie wir über Menschen sprechen, die anders denken als wir. Darin, wie wir mit Macht umgehen. Wie wir konsumieren. Wie wir einander behandeln. Und sicher auch darin, wie wir mit uns selbst umgehen.

FRIEDENWEAR entstand auch aus einem sehr persönlichen Punkt in meinem Leben.

Ich war an einem Tiefpunkt angekommen, an dem vieles von dem zerbrochen ist, woran ich meine Vorstellung von meinem Leben gehängt hatte. Von da an wurde es umso klarer: Ich möchte meine Zeit und meine Energie nur noch in Dinge investieren, die sich für mich richtig anfühlen und hinter denen ich auch wirklich stehe. Mit ganzem Herzen.

Und mein Herz brennt für Menschen. Besonders für Kinder und junge Menschen, für meine eigenen Kinder, für eure Kinder. Und für die verdammte Hoffnung, dass wir als Menschen mehr können als das, was wir uns manchmal gegenseitig antun.

Ich glaube an uns. Nicht weil ich glaube, dass Menschen immer gut handeln. Das tun wir offensichtlich nicht. Sondern weil ich glaube, dass Menschen lernfähig sind, dass wir uns verändern können, dass ein einzelner Mensch etwas in Bewegung setzen kann und, dass in uns ein Potenzial steckt, dessen Größe wir wahrscheinlich selbst häufig unterschätzen.

Ich habe mich lange gefragt:

Was kann ich als Einzelne überhaupt tun?

Die ehrliche Antwort ist: Ich weiß es immer noch nicht.

Ich weiß nicht, ob FRIEDENWEAR etwas verändern wird. Vielleicht wird daraus etwas Großes. Vielleicht bleibt es klein. Vielleicht funktioniert manches und anderes scheitert komplett.

Aber ich möchte irgendwann wenigstens sagen können:

Ich habe es versucht.

Und mein Traum geht weit über Kleidung hinaus.

Ich wünsche mir, dass Frieden wieder kulturelle Kraft bekommt. Sichtbarkeit. Aufmerksamkeit. Eine Lobby.

Und irgendwann auch wirtschaftliche Kraft.

Warum können mit Rüstung und Krieg riesige Wirtschaftszweige, Karrieren und Arbeitsplätze verbunden sein – während wir bei Frieden fast automatisch an Ehrenamt, Spenden und Idealismus denken?

Ich möchte einen Gegenentwurf ausprobieren.

Eine Friedensindustrie.

Eine Wirtschaft rund um Ideen, Produkte, Kunst, Kultur, Kommunikation und Projekte, die Frieden sichtbar machen und gleichzeitig echte Arbeitsplätze schaffen. Eine Marke, die Geld verdient und dieses Geld wiederum nutzen kann, um Frieden noch größer in den öffentlichen Raum zu bringen.

Ja, ich möchte selbst von dieser Arbeit leben können. Ich möchte meine Familie damit ernähren können.

Und irgendwann wünsche ich mir, dass daraus viel mehr entsteht.

Mein völlig größenwahnsinniger Traum?

Eines Tages genug wirtschaftliche Kraft zu haben, um für eine Woche die Werbeflächen eines ganzen Landes zu übernehmen und mit Friedensbotschaften zu versehen. Keine Produkte, keine Parteien, keine Angst. Nur Frieden.

Ich möchte wissen, was mit uns passiert, wenn uns dieses Wort plötzlich überall begegnet.

Denn ich glaube, dass schon das Wort selbst etwas mit uns macht.

FRIEDEN.

Vielleicht brauchen wir davon einfach wieder sehr viel mehr.

Ich weiß nicht, wohin das hier führt.

Aber irgendwo muss man anfangen.

Das hier ist mein Versuch.

Vielleicht wird es irgendwann unser Versuch.

FRIEDENWEAR.

Frieden. Punkt.